Mutter-Kind-Kur für Privatversicherte

27. Mai 2012

Viele kennen sicherlich die Möglichkeit einer Auszeit via Mutter-Kind-Kur. Doch was ist, wenn Mama oder Kind privat versichert ist? Wer zahlt was und wie viel?

 

DepressionEine Mutter-Kind-Kur ist eine tolle Sache. Die Mutter kann einmal ausspannen und bekommt nötige Behandlungen, während die Kinder gut betreut sind. Oder auch Kinder mit Krankheiten wie beispielsweise Asthma können bei einer Mutter-Kind-Kur gut genesen. Meist dauert die Mutter-Kind-Kur drei Wochen. In dieser Zeit zahlt die Mutter meist „nur“ einen Eigenbeitrag von 10 Euro pro Tag. Selbst dieser kann von der gesetzlichen Krankenkasse zurückerstattet werden. Kinder, die ohne Mutter oder ohne nötige Betreuung nicht klarkommen, dürfen als Begleitung mit. Auch umgedreht gilt dies, also Mütter dürfen als Begleitperson fürs Kind mit. Im Normalfall zahlt auch dies die gesetzliche Krankenkasse. Was aber, wer privat versichert ist?

 

Private Krankenkassen haben im Normalfall keine Kuren mit in ihrem Leistungsspektrum enthalten. Im Einzelfall kann evt. das über eine Zusatzversicherung abgedeckt werden. Somit wird es meist schwierig eine Mutter-Kind-Kur finanziert zu bekommen. Zwar werden Behandlungen und ärztliche Leistungen vor Ort übernommen, aber Unterkunft und Verpflegung müssen selbst getragen werden. Das bedeutet aber nicht weniger als 50 Euro oder mehr pro Tag, die der Kurteilnehmer pro Kind (sollte dieses privat versichert sein) zuzahlen muss. Auch im umgekehrten Falle, wenn also die Mutter als Begleitperson gilt, werden Kosten für Unterkunft und Verpflegung nicht von der privaten Krankenversicherung übernommen. Aus der Traum einer Erholungskur. Somit bleibt Privatversicherten meist nichts weiter übrig, als selbst die Kosten zu übernehmen oder das Geld in einen Familienurlaub zu investieren. Bei gesetzlichen Krankenkassen stehen Kuren im Gegensatz dazu auf dem Normalprogramm. Speziell eine Mutter-Kind-Kur kann alle 4 Jahre beantragt werden. Wird diese dann nicht gleich genehmigt, kann zudem Widerspruch eingelegt werden.

 

Bild: Joachim-Berga/pixelio.de

 

 

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